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Fragen:
- Ist Geschlechtsverkehr ohne Kondom ein AIDS-Ansteckungsrisiko,
wenn man "aufpasst" (Coitus Interruptus)?
- Stimmt es, dass eine HIV-Ansteckung mit
dem p24.Antigen-Test schon wenige Tage nach der Infektion festgestellt
werden kann?
- Wo kann man den HIV-Antikörpertest machen?
- Können regelmässige BlutspenderInnen auf
den HIV-Antikörpertest verzichten?
- Stimmt es, dass kurz nach einer HIV-Ansteckung
Grippesymptome auftreten?
- Ist bei Personen, die in festen Partnerschaften
leben ein HIV-Infektionsrisiko ausgeschlossen?
- Ist eine HIV-Übertragung durch Zungenkuss
möglich?
- Können Haustiere AIDS auf den Menschen
übertragen?
- Ist das AIDS-Risiko bei bezahltem Sex gefährlich?
- Wie lange kann man mit AIDS leben?
Auskünfte auf Ihre persönlichen Fragen erhalten
Sie bei unseren Fachstellen unter info@aidshilfe.ch
oder telefonisch in Schaffhausen: 052/625 93 38 und im Thurgau:
052 722 30 33.
Antworten:
- Ja, das Durchdringen von Samen- oder
Scheidenflüssigkeit durch die Schleimhaut in Vagina oder auf
der Peniseichel kann nicht ausgeschlossen werden.
- Nicht endgültig, weil der p24-Antigen-Test
nur feststellt, ob zum Zeitpunkt der Testung p24-Antigen, ein
Bestandteil des HI-Virus, im Blut vorhanden ist. Eine definitive
Aussage ist nach wie vor erst 3 Monate nach dem Risiko mit dem
HIV-Antikörpertest möglich.
- Es empfiehlt sich, den HIV-Antikörpertest
bei einer anonymen Teststelle zu machen. Damit ist jeder Zugriff
von Dritten, z. B. von Versicherungen, ausgeschlossen. Anonyme
Teststellen gibt es an Uni Kliniken oder in der Region TG/SH
bei den Fachstellen der AIDS-Hilfe TG/SH. (SH:052/625 93 38
und TG: 052 722 30 33)
- BlutspenderInnen werden benachrichtigt,
wenn HIV-Antikörper in ihrem Serum gefunden werden. Es ist aber
nicht erwünscht, dies als laufende Kontrolle zu benützen. Die
SpenderInnen tragen Verantwortung für die korrekte Angabe über
Risikos der letzten 3 Monate, die mit den heutigen Testmethoden
nicht erfassbar sind.
- Grippesymptome können zwar 2 bis 3 Wochen
nach einer Ansteckung auftreten, erscheinen aber nicht in jedem
Fall. Weil ausserdem verschiedenste andere Ursachen Grippe auslösen
können, ist dies kein taugliches Kennzeichen für eine HIV-Ansteckung.
- Eine Ansteckung ist nur dann ausgeschlossen,
wenn keiner der beiden Partner andere sexuelle Kontakte hat.
- Nein, die Viruskonzentration im Speichel
ist zu gering, um eine Ansteckung zu bewirken. Sind jedoch offene
Wundstellen im Mund, ist eine Ansteckung durch Blutübertragung
möglich.
- Nein, bei Tieren gibt es zwar ähnliche
Krankheitsbilder (z.B. Katzenaids), tierische Viren sind aber
nicht auf den Menschen übertragbar. Tiere können auch nicht
als Wirt Viren von Mensch zu Mensch übertragen.
- Bei Sex in Salons, Bars, Clubs usw .
ist das Ansteckungsrisiko naturgemäss hoch. Daher soll ausschliesslich
und immer ein Kondom verwendet werden, selbst wenn dies von
der Sexworkerin nicht verlangt wird. Für Latexallergiker gibt
es in Apotheken spezielle Präservative.
- Die heute verfügbaren Medikamente können
die Vermehrung des AIDS-Virus im Körper verzögern, bedeuten
aber für die PatientInnen eine lebenslängliche, strikte Therapie,
oft mit bedeutenden Nebenwirkungen. Die Chancen sind je nach
Situation der PatientInnen unterschiedlich. In jedem Fall aber
ist AIDS nicht heilbar.
Auskünfte auf Ihre persönlichen Fragen erhalten
Sie bei unseren Fachstellen unter info@aidshilfe.ch
oder telefonisch in Schaffhausen: 052/625 93 38 und im Thurgau:
052 722 30 33.
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